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Jugend-forscht-Gewinner 2024: Schulprojekt zur Untersuchung von Schadstoffbelastungen

05.03.2024
  • Gymnasium
  • Aktuelles

Liebe Leserinnen und Leser,

In den letzten Jahrzehnten haben chemische Substanzen wie Dünger und Pestizide einen alarmierenden Einfluss auf die Tierwelt ausgeübt. Insbesondere Insekten und Vögel sind von einem dramatischen Rückgang betroffen. In Deutschland allein sind zwischen 1980 und 2016 etwa 40 Prozent aller Feldvögel verschwunden. Gleichzeitig ging die Gesamtmasse der gezählten Insekten von 1990 bis 2017 um erschreckende 76 Prozent zurück.

Drei Schüler*innen und ihr innovatives Schulprojekt haben es sich zur Aufgabe gemacht, diesen bedenklichen Trend zu bekämpfen. Die Initiative konzentriert sich darauf, wissenschaftliche Fällungstests zu entwickeln, um Schadstoffe und Schwermetalle in der Erde und natürlichen Wasserquellen nachzuweisen. Das Ziel ist es, Schulen die Möglichkeit zu geben, ihre Umgebung auf potenziell gefährliche Stoffe zu überprüfen.

Geforscht wurde dabei von den Schüler*innen Filip Crockett, Danijal Kamand und Maria Herrmann, welche mit diesem herausragenden Projekt beim Jugend-forscht-Regionalwettbewerb Rhein-Main West 2024 im Fach Chemie den zweiten Platz belegten.

Unter der fachkundigen Anleitung von Dr. Audrey Schollier überzeugten sie mit ihrem Projekt nicht nur ihre Schule, sondern auch die Forschergemeinschaft. Diese Anerkennung unterstreicht die Bedeutung des Engagements von Schüler*innen für den Umweltschutz und zeigt, dass junge Menschen eine wichtige Rolle bei der Suche nach nachhaltigen Lösungen spielen können. Dr. Schollier hat als Projektbetreuerin nicht nur Fachwissen zur Verfügung gestellt, sondern auch die Begeisterung für den Umweltschutz und die wissenschaftliche Forschung gefördert.

Lassen Sie uns nun einen genaueren Blick auf das Projekt werfen...

Die Testsammlung und ihre Entstehung

Die Grundlage des Projekts besteht aus einer umfassenden Sammlung von wissenschaftlich fundierten Fällungstests. Diese Tests ermöglichen es Schadstoffe auf einfache und genaue Weise nachzuweisen. Die Tests wurden so konzipiert, dass Schulen in der Lage sind, ihre Umgebung systematisch zu überwachen und auf mögliche Gefahrenquellen hinzuweisen.

Um sicherzustellen, dass die Tests zuverlässig und präzise sind, wurden zahlreiche künstliche Proben verwendet. Jeder Test wurde mit einer definierten Menge des jeweiligen Schadstoffs durchgeführt, um das Testverfahren zu optimieren und zu kalibrieren. Diese akribische Vorgehensweise ermöglicht es sicherzustellen, dass die Tests empfindlich genug sind, um sogar geringste Mengen an Schadstoffen in der Natur zu erkennen.

Grenzwerte als Maßstab

Ein entscheidender Schritt bei der Entwicklung der Tests war die gründliche Untersuchung der Grenzwerte für jeden Schadstoff. Diese Werte wurden sorgfältig ermittelt und dann mit den in der EU zulässigen Werten für Wasserquellen verglichen, um sicherzustellen, dass sie noch als sicher für die Umwelt gelten. Die Tests wurden dann so kalibriert, dass sie eine Überschreitung dieser Grenzwerte zuverlässig erkennen können. Unsere Schüler*innen haben gezeigt, dass dies bei Düngemitteln gelingt, nicht aber bei der Schwermetallverschmutzung, da die experimentelle Nachweisgrenze deutlich über den in der EU zulässigen Konzentrationen in der Umwelt liegt.

Praktische Anwendung in Schulen

Die entwickelten Tests bieten Schulen eine praktische Möglichkeit, aktiv zum Umweltschutz beizutragen. Durch die regelmäßige Anwendung der Tests können Schüler*innen potenzielle Gefahren in ihrer Umgebung frühzeitig erkennen. Dies schafft nicht nur Bewusstsein für Umweltprobleme, sondern ermöglicht auch konkrete Maßnahmen zur Minimierung von Schadstoffbelastungen.

Fazit

Das Schulprojekt zur Untersuchung von Schadstoffbelastungen ist ein bedeutender Schritt im Kampf gegen den dramatischen Rückgang von Insekten und Vögeln. Durch die Bereitstellung von einfach zu handhabenden Tests erhalten Schulen ein effektives Werkzeug, um ihre Umgebung auf mögliche Umweltgefahren zu überwachen. Dieses Beispiel zeigt, wie wissenschaftliche Innovation, Bildung und engagierte Jugendliche gemeinsam dazu beitragen können, konkrete Lösungen für drängende Umweltprobleme zu entwickeln.

Danke fürs Lesen:)